[:de]Kairo.Offene Stadt.[:en]Cairo.Open City.[:]
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Seit kurzem läuft in Braunschweig, genauer in der Hamburger Straße 267, eine sehenswerte Ausstellung. Sie trägt den Namen „Kairo. Offene Stadt“ und beschäftigt sich mit der Rolle, die Bildaufnahmen mit verschiedenen Medien im Laufe der ägyptischen Revolution gespielt haben und noch spielen. Die Ausstellung kann als beeindruckende Dokumentation der Ereignisse in Kairo seit dem Ausbruch des sogenannten Arabischen Frühlings in der Arabischen Welt bezeichnet werden.
Neben Fotografien verschiedener international anerkannter, zumeist amerikanischer und arabischer Künstler, werden Video-Installationen und vertonte Stimmen von den Aufständen dargestellt. Für mich wird die Vielschichtigkeit der Erhebungen und die Rezeption, sowohl durch die Ägypter selber und durch die westliche Welt, deutlich.
Zwei, nein drei Dinge sind mir von der Ausstellung besonders im Gedächtnis geblieben. Erstens, der absolut bewundernswerte Mut der Ägypter, die in den westlichen Medien ja immer wieder gerne als phlegmatisch und unfähig an ihrem Schicksal etwas zu ändern beschrieben werden. Zweitens, die unfassbare Grausamkeit und Demütigung der weiblichen Demonstrantinnen durch die von der ägyptischen Polizei durchgeführten „Jungfrauentests“ und drittens, die Aufnahmen aus den sechziger Jahren. Diese zeigen, meiner Meinung nach, ein ganz anders Straßenbild und besonders einen ganz anderen Kleidungsstil der weiblichen Bevölkerung. Keine Kopfbedeckung oder verhüllende Kleidung ist auszumachen.
Die Ausstellung wird im „267, Quartiere für zeitgenössische Kunst und Fotografie“ noch bis zum 23.12.2012 gezeigt.
Zum Weiterlesen:
- Photomuseum.de: Kairo. Offene Stadt
- Wikipedia: Virginity Test
- Michael Lüders: Tage des Zorns
- Al Jazeera: Egypt bans forced virginity tests by military
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As of late an exhibition worth seeing is shown in Brunswieck, explicitly at Hamburger Straße 267. It is called „Cairo. Open City“ and deals with the role which picture recordings taken with diverse media device in the course of the Egyptian revolution played and are sitll playing. The exhibition can be called an impressive documentary of the incidents which have been taken place in Cairo since the so called Arabic Spring broke out.
Next to photos being taken by different internationally acknowledged, mostly of American or Egyptian origin, artists Video installations and composed voices of the rebellion are depicted. For me, the complexity of the revolts and the reception, both by the Egyptians themselves and the West, becomes vital.
Two, no three things burnt into my memory from this exhibition. Firstly, the absolutely stunning courage of the Egyptians, who are unfortunately often described in Western media as phlegmatic and unable to take care of their own fate. Secondly, the unconveivable cruelty and humilitation of female protestors by the Egyptian police conducting the „Virginity Tests“ and thirdly, pictures taken from the sixties. The latter display, to my mind, a completely different street picture and especially a totally different dress style of the female population by then. No headpiece or covering clothing can be seen.
The exhibition is displayed on „267, Quartiere für zeitgenössische Kunst und Fotografie“ until December, 23rd, 2012.
Further readings:
- Photomuseum.de: Kairo. Offene Stadt
- Wikipedia: Virginity Test
- Michael Lüders: Tage des Zorns
- Al Jazeera: Egypt bans forced virginity tests by military
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