Christina/ Oktober 13, 2009/ Philosophisches

Wer schon einmal in Beirut gewesen ist, weiß, dass diese Stadt ein ganz besonderes Flair ausstrahlt. Beirut, die Stadt, die auch als Schweiz des Mittleren Ostens bekannt ist, ist der sprichwörtliche Phoenix aus der Asche. Nicht nur, dass die Stadt besonders bei (Golf-)Arabern beliebt ist, weil die Frauen als besonders schön und die Kinofilme (weil hier nicht die Kuss- und Sexszenen, wie in anderen arabischen Ländern herausgeschnitten werden) als besonders freizügig gelten. Partynächte sind in Beirut lang und werden gefeiert, als würde es kein Morgen geben.

Das kleine arabische Land (mit ca. 4 Mio. Einwohnern) mit dem Zedernbaum als Nationalsymbol ist zäh. Die Libanesen sind als besonders geschäftstüchtig bekannt und krisengeschüttelt. Angefangen vom Bürgerkrieg, der Mitte der 70ger begann und bis 1990 dauerte, über den Abzug der syrischen Truppen, die Ermordung Hariris in 2005 bis zum zweiten Libanonkrieg in 2006, haben die Libanesen nie die Liebe zum Leben und ihrem Land verloren.

Belohnt wurde die Zedernhauptstadt am Mittelmeer dafür u.a. von der CNN, die Beirut zur besten Partystadt der Welt kürte. Die New York Times wählte die Stadt zum Muss-Reiseziel Nummer eins in 2009 und die UN ergänzte den Reigen des Lobes mit dem Titel „Welthauptstadt des Buches 2009“.

Keine Frage: Beirut weiß zu leben, seine Bewohner leben im „Hier“ und „Jetzt“. Denn wer weiß, wann die nächste Rakete einschlägt, die Syrer ihren Appetit für das faszinierende Nachbarland wiederentdecken oder religiöse Streitigkeiten die nächste Katastrophe auslösen.

See it now before it’s too late!!

Das CNN-Video zu Beirut: Party-Stadt 2009

[youtube phjqVkmJx7Y]

Zum Weiterlesen:

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