Christina/ November 8, 2009/ Kultur

Am letzten Donnerstag besuchte ich die Austellung „Mit Kamel und Kamera„, Historische Orient-Fotografie 1864-1970 im Museum für Völkerkunde in Hamburg. Die Fotoausstellung zeigt eine Essenz der Museums-Sammlung, die zwischen 1864 und 1970 entstanden sind und historische Aufnahmen aus dem Vorderen und Mittleren Orient sowie Nordafrika zeigen.

Besonders die Aufnahmen des Leipziger Fotografen Bruno Hentschel rund um die Levante (vornehmlich Syrien) haben mich sehr beeindruckt. Leider ist im Google-Suche-Eilverfahren wenig über diesen interessanten Künstler zu erfahren.

Der Blick auf das vermeindlich Fremde aus europäischer Sicht bewirkt im 21. Jahrhundert teilweise das nicht gewollte Gegenteil: Nicht der Fotografierte wird hier in den Fokus gestellt, sondern mittlerweile der manchmal fast naiv wirkende Fotograf mit seinen verklärten Vorstellungen vom Orient. Wo man Kuriositäten präsentieren wollte, fragt sich der Betrachter inzwischen, was wohl das Fotomotiv bei der Aufnahme dachte.

Bedauerlich finde ich, dass die Ausstellung nicht durch einen Audio-Guide begleitet wird und Führungen nur am 06.12 und 13.12.2009 stattfinden. Leider gibt es keine beschreibenden Texte zu den Bildern, lediglich übergeordnete Informationen zu der jeweiligen Region, der die Bilder zuzuordnen sind. Die Ausstellung ist noch bis zum 30.12.2009 im Museum für Völkerkunde zu bewundern.

Weitere Informationen unter:

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