Ein fragwürdiges Thesenpapier

Ein fragwürdiges Thesenpapier

Zuerst die gute Nachricht: Es ist etwas in Bewegung gekommen seit dem Ausbruch des „Arabischen Frühlings“, der seinen Anfang im Januar 2011 im nordafrikanischen Staat Tunesien nahm. Der Wermutstropfen: Der Western möchte mal wieder die Kontrolle über das weitere Geschehen in dieser strategisch wichtigen Region behalten und begründet dies mit „legitimen Eigeninteressen“. So jedenfalls der Tenor eines Thesenpapiers der Konrad-Adenauer-Stiftung

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Karam Khella: Die Wiederherstellung von Maat

Maat als Prinzip der Gerechtigkeit, unter dieses Motto hatte Prof. Dr. Karam Khella seinen Vortrag angekündigt mit den Worten „Aufstand der arabischen Völker für Freiheit“ am vergangenen Donnerstag (26.05.2011) stellen wollen. Das Prinzip „Maat“ dürfte nicht der einzige ungeklärte Begriff des Abends gewesen sein. Prof. Dr. Karam Khella, wurde 1934 in Asjut, Ägypten geboren. Seines Zeichens eremitierter Professor, lehrte er

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Argumente statt Emotionen?

In meinem letzten Beitrag „R2P-das Feigenblatt des Westens?“ hatte ich auf einen Vortrag der Friedensinitiative Braunschweig hingewiesen. Dieser hat nun am vergangenen Dienstag (17.05.2011) an der TU Braunschweig unter Teilnahme von Bastian Loges, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Braunschweig und Herrn Dr. Peter Strutynski, vom Kassler Friedensratschlag, stattgefunden. Da es sich um ein sogenanntes Streitgespräch handeln sollte, indem unterschiedliche Positionen diskutiert

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R2P – das Feigenblatt des Westens?

Ein Begriff wie aus einem Rap-Song: R2P – „Responsiblity to Protect“. Auf deutsch: Die Verantwortung zu beschützen. Und wer denn wen? Wikipedia hilft mir auf die Sprünge: „The responsibility to protect (RtoP or R2P) is a norm or set of principles based on the idea that sovereignty is not a privilege, but a responsibility.“ Auf einem Vortrag, den Dr. Ute

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(Orientalische) Geschichte, die das Leben schreibt

Meine erste wirkliche Berührung mit dem Phänomen der „binationalen“ Ehe war voller Klischees und ein Riesenerfolg in der westlichen Hemisphäre, die sich in ihren Stereotypen bestätigt sah: „Nicht ohne meine Tochter“ hieß das prätentiöse Werk, das später auch noch eine Verfilmung mit Sally Field in der Hauptrolle erfuhr. Die arabische oder besser gesagt islamische Welt hatte sich mir bis dahin

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Grenzen der Verständigung?

Das Thema „Kommunikation über (kulturelle) Grenzen hinaus“ scheint mir eins der spannendsten und kontrovers diskutiertesten der Gegenwart zu sein. Mittlerweile trage ich mich aufgrund nachhaltiger Faszination und mehrfachen „critical incidents„, die mich nachdenklich gestimmt haben, mit dem Gedanken, dieses Thema in einer Dissertation zu untersuchen. So ein Vorhaben beginnt üblicherweise mit einer Recherche. Noch vor gut fünfzehn Jahren hätte diese

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Der Mob begrüsst Sie!

Auch wenn es sich dabei nur um einen Übersetzungsfehler vom Arabischen in Englische handelte, die Zeile „Der Mob begrüsst Sie“ (wie Lüders sie am Flughafen Tripolis gesehen hatte) fasst mittlerweile treffend das Geschehen in Nordafrika zusammen. Unter dem Motto: „Zusammenleben in Braunschweig“ referierte Dr. Michael Lüders am 13.04.2011 zum Thema: „Demokratisierungsprozesse in den islamischen Ländern – Probleme – Lösungen –

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„Die drei Religionen sind aus der gleichen Fabrik!“

Sonntag abend. Draußen herrscht schönstes Frühlingswetter als es mich zu einem vorabendlichen Vortrag über ein viel diskutiertes Thema zieht. Allein die Anfahrt per Fahrrad zum Zielort hätte den Weg gelohnt. Hatte ich meinen derzeitigen Wohnort bisher für langweilig bis gar spießig gehalten, entdeckte ich nun „Klein Neukölln“ ein Stück weit aus der Innenstadt. Am Austragungsort weilt bereits die wissenschaftliche Elite,

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Türke auf Probe!

15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 10 europäischen Ländern machen die Probe auf Exempel: 6 Tage lang Türke auf Probe sein! Wie das? Das Integrations-Experiment „Die andere Seite der Medaille“ macht es möglich. Schnell wird den Teilnehmern klar, dass sie genau an den Ansprüchen, die sie täglich selber an ihre Klientel stellen – alle Teilnehmer arbeiten an veranwortlicher Stelle mit oder

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Lei(d)tkultur?

Samstag abend. Kinozeit. Die Vorhalle ist gerammelt voll. Die Masse stürmt in die Mainstream-Filme, die „meine erfundene Frau“ oder „Powder Girl“ heißen. Ich bin erstaunt als es an der Kasse heißt, dass „Almanya – willkommen in Deutschland!“ im größten Kinosaal liefe. So groß ist das Interesse am türkischen Mitbürger – oder ist es vielmehr die Aussicht auf einen amüsanten Abend

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