Life is a journey not a destination(Amazing-Aeorsmith)

Wer:
Aufgewachsen mit einer Generation, in der das Hausfrauendasein noch den Erwartungshorizont einer weiblichen Karriere beschrieb und der Mann als Versorger bis dahin „der Herr im Hause“ war, fragte ich als Kind schon nach dem „Warum“?

Warum denken Menschen, dass Jungen schlauer sind als Mädchen? Oder anders gefragt: Warum gibt es gesellschaftliche Erwartungen und festgelegte Rollen, an die man sich zu halten und die man zu erfüllen hat? Und was passiert, wenn man diese Erwartungshaltungen hinterfragt?

Was:
Später in der Schule, in meinem Deutschleistungskurs, traf ich zum Glück auf eine Lehrerin, die ebenfalls Konventionen hinterfragte. In einer schriftlichen Prüfung, einer Gedichtinterpretation, versagten fast alle Schüler – auch die besonders guten. Warum?

In dem Gedicht ging es darum, dass Lobpreisungen immer nur dem offensichtlichen Helden gelten, nicht aber den Menschen, die die körperliche oder geistige Leistung ermöglicht oder mit ihrer Arbeitskraft umgesetzt haben. Namen von berühmten Entdeckern, wie Christoph Kolumbus, oder von Eroberern, wie Alexander der Große, gehen in die Geschichte ein und werden somit verewigt. Keiner der Schüler hatte diesen gesellschaftlichen Werte hinterfragt. „Eigensinnige und Querdenker sind die wahren Helden“ konstatiert der Schauspieler Hannes Jaenicke.

Hier geht es auch um den Perspektivenwechsel. Eine andere Sicht auf vermeintlich „normale, typische“ Dinge und das Hinterfragen, warum es so ist, wie es ist und ob es nicht auch anders „richtig“ sein könnte?

Warum:
Während meines Erststudiums der BWL und der arabischen Sprache habe ich auch ein Jahr im Ausland gelebt und gearbeitet. Auch hier hat mich die Frage nach dem „Warum“ immer wieder beschäftigt. Humboldt sagt: „Die gefährlichste Weltanschauung ist die von Leuten, welche die Welt nicht angeschaut haben.“ Aus meiner Erfahrung kann ich hinzufügen, dass es nicht ausreicht, sich die Welt anzuschauen. Es fehlt eine zweite, wichtige Komponente, über sich und die Welt nachzudenken. Denn: „Wer sich selbst und andere kennt wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ (Goethe).

Meine Rubriken:

  • Alltägliches: Was mir im Tagesgeschäft so auffällt.
  • (Inter-)Kulturelles: Ist alles Kultur?
  • Philosophisches: Meine persönliche Betrachtungsweise des Lebens.
  • Bilderwelten: Bildstrecken aus meinen Reisen in nahe und ferne Länder. Auch hier habe ich mir meine Gedanken zu Stereotypen und vorgefertigten Meinungen gemacht.

Also, was passiert, wenn man gesellschaftliche Erwartungshaltungen hinterfragt? Darüber könnt ihr auf diesem Blog lesen. Und wenn ihr dazu Lust habt, dann schreibt mir einfach eure Erfahrungen – ich lade alle herzliche dazu ein.

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