Christina/ Oktober 5, 2012/ Kultur

Gestern durfte Braunschweig ein wenig Metropol-Luft schnuppern: die Internationale Theaterwerkstatt 2012: Türkei wurde u.a. mit einem Konzert der Band „CazYapJazz“ eröffnet. Zum Auftakt der zweiwöchigen Veranstaltung (04.10-21.10.2012) gab es neben leckeren Schnittchen gesponsert vom Restaurant Troja eine kurze Ansprache vom türkischen Generalkonsul H. Avni Karslıoğlu aus Hannover und leider eine zu pathetische und zu lange Rede von der Migrationsbeauftragten der Stadt Braunschweig, Doris Bonkowski. Die teilweise ans „schlechte Gewissen appellierende“ Rede schien für das geschulte Publikum m.E. einfach überflüssig zu sein. Hier wurde leider die Chance vergeben, den Anwesenden einfach einen schönen Abend zu wünschen, anstatt Braunschweig als „internationale Stadt“ darzustellen (was sie beileibe nicht ist) mit Bürger transkultureller Couleur.

Absolut gelungen und mitreißend hingegen der Auftritt der fünfköpfigen Band „CazYapJazz“, angereist aus Münschen (direkt vom Oktoberfest). Von Anfang an gut gelaunt, sehr sympathisch und engagiert spielten die Jungs auf und konnten das zunächst zurückhaltende Publikum nach zwei, drei Titeln von den Sitzstufen reißen. Im Faltblatt zur Veranstaltung wird die Musik der Band als Melange aus „tanzbarem türkisch-deutscher Jazz – Drum & Bass – Fusion und Funk“ beschrieben. Egal, wie man es betiteln will, die Musik geht ins Bein, die unprätentiöse Fröhlichkeit der Bandmitglieder steckt an. Ein rundum gelungener Abend. Ich freue mich auf weitere, türkisch inspirierte Gastspiele während der kommenden zwei Wochen.

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