Christina/ September 14, 2010/ Philosophisches

Es begann mit einem Demobanner auf der legendären luxuriösen Bahnhofstraße in Zürich auf dem „Free Palestine“ stand. Das heißt, neben Luxusboutiquen, wie Prada, Escada oder Dolce&Gabbana, konnte man ein „stilles“ aber sichtbares Zeichen sehen, das einer unterdrückten Nation eine Stimme geben wollte.

Und es endete mit einer absolut genialen Darbietung eines Liedes, dessen Text wirklich unter die Haut geht: „One“ , gesungen von U2s Frontman Bono.

One

U2 lieferte ein absolut beeindruckende Show ab am Sonntag, den 12. September 2010 im Letzigrund Stadion in Zürich. Obwohl es genau in dem Moment, als die Band auf die Bühne trat zu „schütten“ anfing, spielte die Band als wenn es ihr erster Auftritt wäre und sie schnell noch ein paar Fans gewinnen müssten. Sehr ungewöhnlich für eine Pop-Gruppe, die den Ruhm und die Bewunderung der Fans als „selbstverständlich“ betrachten könnte. Respekt!

Ich muss gestehen, dass ich bis dato nicht von dem „Gutmenschentum“ Bonos überzeugt war. Obwohl es wenigstens Aufmerksamkeit bringt, wenn sich ein prominentes Gesicht für die „gute Sache“ einsetzt, war es mir bei Bono doch fast schon ein bisschen zuviel. Allerdings, was er vergangen Sonntag auf der Bühne abliefert wirkte absolut authentisch und wenig aufgesetzt.

Zudem, das Publikum war „awesome“ (Bono’s Worte)! Ziemlich zum Ende der Show, gerade als der Rgen begann unerträglich zu werden, fragte Bono (seine „Einlagen“ wurden oft über eingespielte Videos auf der übergroßen Leinwand begleitet), ob wohl Jemand aus dem Iran, Palästina oder Israel zuhören würde. Ich bin mir nicht sicher, ob das in diesem Moment wirklich beim Publikum ankam, aber ich frage mich, wann die Band wohl im Iran, Palästina oder Israel spielen wird. Nun, dann wäre ich gerne dort …

Viel Spaß beim Betrachten der Konzertbilder und der, die am wunderschönen Zürichsee entstanden sind!

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