Christina/ Juni 8, 2019/ Kultur/ 0Kommentare

Auch am dritten Tag unseres „Langes-Wochenende-Wandermarathons“ kommen wir mit den Nachwehen des „Vatertags“ in Berührung. Heute verschlägt es uns abermals in den Südharz. Die Ortschaften „Wippra“ und „Stolberg“ stehen auf dem Programm, zusammen mit den Stempelstellen 219, 216 und 215.

„Tausche einen Kasten Bier gegen eine Ausschilderung“

Zunächst geht es nach Wippra. Von einem E-Mountainbiker erfahren wir, dass wir den Parkplatz an der Talsperre nicht ansteuern können. Es wird gebaut, der Weg dorthin ist gesperrt. Entgegen unserem Plan machen wir uns also von Wippra aus auf. Leider ist der Weg zur Talsperre nicht besonders schön, das hatte ich schon vermutet. Angeblich, das hatte ich zuvor gelesen, sollte es an der Talsperre eine Ausschilderung geben, wo die Stempelstelle zu finden sei. Fake News! Natürlich hatten wir keine Lust, die ganze Chose zu umrunden. Ein Ehepaar auf Fahrrädern verriet uns, dass das linke Ufer noch matschiger sei als das rechte. Damit war eine Entscheidung getroffen. Wir machten uns auf den „rechten“ Weg. Ein weiterer Mountainbiker versicherte uns, dass der Weg zur Stempelstelle nicht weit sei. Naja, mit dem Fahrrad vermutlich. Anstelle des Stempels trafen wir zunächst auf einen verwaisten Kasten Bier (vermutlich ein Überbleibsel vom Vatertag). „Tausche einen Kasten Bier gegen eine Ausschilderung“ ruft mein Freund schließlich aus. Als wir schon wirklich keine Lust mehr haben, taucht der Stempelkasten endlich auf. Letztendlich ein schönes Plätzchen am Wasser, trotzdem ärgern wir uns über die verschwendete Zeit, die uns schließlich am Ende für die geplante Wanderung vom Josephskreuz zur Lutherbuche fehlt.

Der Russenweg

Wir kämpfen uns auf dem sogenannten „Russenweg“ nach Wippra zurück, mit diesem Ausdruck werden die Plattenwege im Harz entlang der ehemaligen Grenze bezeichnet. Mit dem Auto geht es zum Parkplatz am großen Auerberg und dann 1,5 km recht steil bergauf zur Stempelstelle 216, dem Josephskreuz. Für je 3,50 € erstehen wir noch ein Ticket, um auf die 38 Meter hohe Konstruktion zu klettern. Von oben genießen wir einen fantastischen Blick auf das Umland, Mansfeld-Südharz.

Wieder zurück auf dem Parkplatz geht es zu unserer letzten Etappe des Tages: nach Stolberg. Wir gehen die Tour „Oberer Bandweg“ und kommen an der Stempelstelle 215, der Lutherbuche, aus dem Staunen nicht mehr heraus. An der Lutherbuche genießen wir einen absolut fantastischen Blick auf die Fachwerkstadt. Für mich, dass kann ich an dieser Stelle wohl sagen, weil ich fast alle 222 Stempelstellen besucht habe, eine der schönsten Stempelstellen überhaupt.

Kleine Portionen zu überteuerten Preisen

Den Abend lassen wir gemütlich auf dem Marktplatz in Stolberg ausklingen. Aber Vorsicht: Bloß keinen Spargel im Hotel „Stolberger Hof“ bestellen. Für stolze 23,50 Euro habe ich gerade mal 6 Stangen dünnen Spargel und zwei Kartöffelchen bekommen. Wirklich nicht zu empfehlen.

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