Christina/ März 31, 2011/ Kultur

15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 10 europäischen Ländern machen die Probe auf Exempel: 6 Tage lang Türke auf Probe sein! Wie das? Das Integrations-Experiment „Die andere Seite der Medaille“ macht es möglich.

Schnell wird den Teilnehmern klar, dass sie genau an den Ansprüchen, die sie täglich selber an ihre Klientel stellen – alle Teilnehmer arbeiten an veranwortlicher Stelle mit oder für Migranten – fast verzweifeln. Sie stellen am eigenen Leib fest, was es bedeutet, sich fremd zu fühlen, sich nicht verständigen zu können, einfach hilflos zu sein. Dabei dürfte es allen Teilnehmern mit der Situation noch vergleichsweise sehr gut gehen, schließlich wohnen sie während des Experiments in netten Familien, haben genug Geld und müssen sie keine Sorge um eine drohende Abschiebung zu machen.

Nach Abschluss des Experiments scheint keiner der Teilnehmer mehr derselbe zu sein, wie vorher. Es bleibt aber die Frage: Wieviel hat jeder wirklich aus dem Experiment gelernt und wieviel wird davon im Alltag umgesetzt werden können? Laut Projektbeschreibung wurde dieser Workshop in 2010 von Partnern in sieben europäischen Ländern angeboten und die gesammelten Erfahrungen der EU-Kommission vorgelegt. Ist es Zufall, dass diese Dokumentation zu einer Zeit, zu der die Migrationsdebatte eine neue Dynamik erreicht hat, als Wiederholung im Fernsehen gezeigt wird?

[youtube AnB4lzX2Trw]

Beschreibung des Experiments

Die Weltweit-Reportage

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