[:de]Rund um den Ilse(n)stein: Wandern in der Gaudi-Zone[:en]Hiking in the fun-zone[:]
[:de]Die Zeit des Darbens ist endlich vorbei. Es ist Sonntag, es regnet nicht, es stürmt nicht, also auf in den Harz. Eine Wanderung rund um den Ilsenstein steht auf dem Programm. Wir treffen uns am Bahnhof Bad Harzburg. Von dort aus geht es nach Ilsenburg zum Wanderparkplatz Blochhauer, der Ausgangspunkt für viele Wanderungen ist. Auf dem Parkplatz kommt uns eine Frau lächelnd entgegen. Sie hält einen Strauß Rosen im Arm. Sie bietet mir und Susanne auch eine an, es ist Internationaler Frauentag, der 8. März. Und das ist nicht die einzige schöne Überraschung des Tages. Eine Wandergaudi und eine Natur-Fotoausstellung der besonderen Art warten auf uns.
„Ich erfülle euch alle Wünsche!“
Christian braucht noch ca. sieben Stempel bis zum Wanderkaiser. Einer davon ist der HWN 30, der Ilse(n)stein. Vom Blochhauer wandern wir zunächst Richtung Plessenburg und biegen vorher links ab zum Ilsenstein. Der Weg ist recht steil und wir sind mit den Spuren der diesjährigen Stürme konfrontiert. Überall tote, umgefallene Bäume. Einmal müssen wir ziemlich klettern und verpassen darüber den richtigen Abzweig zum Ilsenstein. Wir sind so vertieft in unsere Gespräche über den Corona-Virus und den zunehmenden Lobbyismus in Deutschland, dass wir erst nach einer ganzen Weile merken, dass wir auf dem „Holzweg“ sind. Schließlich ist es Christian, der uns zur Umkehr bewegt. Wir wandern zum Abzweig zurück, allerdings ist weit und breit kein Wanderhinweis zu sehen. Christian holt seine Wanderkarte hervor. „Wir müssen geradeaus weiter.“ Susanne und ich sind etwas unsicher. Wir wollen doch zum Ilsenstein, da kann es doch eigentlich nicht bergab gehen. Christian bleibt hartnäckig. „Also“, sage ich, „wenn nach der nächsten Biegung nichts zu erkennen ist, dann gehen wir zurück. Da fallen die magischen Worte: „Ich erfülle euch jeden Wunsch“, sagt Christian. „Gut“, sage ich und füge aus Übermut hinzu, „dann will ich jetzt den Ilsenstein und einen Kaffee dazu.“ Unglaublich aber wahr, nach der nächsten Biegung sehen wir sowohl den Ilsenstein als auch die dazugehörige Raststätte. Wir gönnen uns einen hervorragenden Kaffee auf der „Terasse“ und genießen einen herrlichen Blick auf Ilsenburg. Es ist heute recht voll hier, es scheint so, als ob viele Wanderer nur darauf gewartet haben, dass das Wetter wieder besser wird.
In der Gaudi-Zone an der Plessenburg
Nach einem schönen Aufenthalt am Ilsenstein geht es weiter Richtung Plessenburg. Wir passieren die Paternosterklippen. Je näher wir an die Plessenburg herankommen, desto mehr wird uns das Ausmaß des Waldsterbens bewusst. Es ist eine Weile her, dass ich das letzte Mal im Ilsetal war. Ich habe es grün und bewaldet in Erinnerung. Außer ein paar neuen Birken steht fast nichts. Es ist erschreckend. So kann es doch nicht weitergehen.
An der Plessenburg machen wir noch eine kleine Essens- und Trinkpause. Wir sind schon wieder im Begriff zu gehen als ich die Gaudi-Zone entdecke, direkt an der Gaststätte. Es sieht allerdings so aus, als würde die Gaudi eher im Sommer bei Biergarten-Wetter starten.
Glanzlichter 2018: die Naturfoto-Ausstellung
Wir überlegen, ob wir auf dem Rückweg noch am Froschfelsen vorbeigehen. Dann entschließen wir uns aber doch dazu, nach Ilsenburg zu gehen. Wir wollen uns noch die Wanderausstellung „Glanzlichter 2018“ im Nationalparkhaus Ilsenburg anschauen. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei; sie findet im zweiten Stock statt. Die prämierten Bilder sind wunderschön und bringen uns als Zuschauer zum Staunen. Es sind Insekten abgelichtet, von denen ich noch nie gehört habe. Wir fotografieren selbst gerne und sind deshalb sehr interessiert. Vor allen Dingen fragen wir uns, wie lange es wohl gedauert haben muss, um genau diese Aufnahme machen zu können. Kurz bevor das Nationalparkhaus schließt verlassen wir glücklich die Fotoaustellung. Das hat sich wirklich gelohnt.
Wie immer war der Ausflug in den Harz wunderschön. Ich hoffe, dass uns diese Idylle noch lange erhalten bleibt.
„I fulfill all wishes“
On of my fellows needs seven more stamps to reach the status of a Wanderkaiser. One of them is the no. 30, the Ilse(n)stein. From the Blochhauer we first walk in the direction of the Plessenburg and make a left turn to the Ilse(n)stein. The path is quite steep an we are confronted with the remains of the latest tempests. Dead, uprooted trees are lying everywhere. On time we really have to climb and thus miss the junction to the Ilse(n)stein. We are wrapped up in our discussion about Corona and increasing lobbying in Germany that we just realize after a while that we chose the wrong trail. Finally, Christian requests us to go back. We go back to the junction. Unfortunately, there is no sign. Christian fetches his map of trails „we have to go straight“, he claims. Susanne and me are rather unsure of that. The Ilse(n)stein should be uphill and not down the hill. However, Christian remains stubborn and finally says the magic words: „I will fulfill all your wishes“. Wow, that is quite something. And believe it or not, it happens! Around the corner we glimpse at the Ilse(n)stein. Close the place we spot a roadhouse and are invited for coffee.
In the fun-zone
We enjoy a little break and the surrounding. We continue our walk towards the Plessenburg, passing by the „Paternoster-Klippen“. After that we realize how damaged the forest over there really is. There are hardly any trees standing, it looks awfully and I have never seen that place before in such a bad condition. We are shocked.
When we reach the Plessenburg we take another break. We are about to move on when I spot a sign, claiming that this is the „fun-zone“. However it looks like the fun is rather going to take place in summer when the „Biergarten2 is open.
A special picture-show
When we return to Ilsenburg we decide to visit the photo exhibition in the national park house. The show displays pictures of animals and nature that have been awarded. We are really moved by the fantastic shots. We like to take pictures as well and therefore we wonder how much time and patience it must take to make such brilliant pictures.
It was a very nice day and I really enjoyed it to be back in the Harz Mountains with my friends. I really do hope that this little paradise will still be there for a long, long time.
