[:de]Polen: Die schönsten Wanderungen[:en]Poland: The most beautiful hikes[:]
[:de]Polen ist ein Wanderparadies – Punkt. Wir waren absolut begeistert von den Panoramen und vor allen Dingen von der extrem guten Ausschilderung, egal, ob im Riesengebirge, in der Hohen Tatra oder in den – abgelegenen – Waldkarpaten. Hier macht es richtig, richtig Spaß zu wandern und es gibt so viele Ziele, die das passionierte Wanderherz richtig höher schlagen lassen. Die Schneekoppe ist sicherlich mehr ein „Must See“ als dass der Weg dorthin besonders spannend oder schön wäre. Aber toll ist es dann doch, wenn man oben auf dem geteilten Gipfel steht, mit einem Bein in Polen mit dem anderen in Tschechien. Mein Tipp: Hoch wandern und herunter die Seilbahn von der kleinen Schneekoppe nehmen.
Unglaubliche Panoramen
Die Hohe Tatra ist eine ganz andere Nummer. Auch, wenn Zakopane bereits im Juni picke-packe voll (mit Polen) ist, so sind die Wanderwege, sei es zum Kapersky Wierch oder die herausfordernde Fünf-Seen-Tour, ein Traum. Aber Vorsicht: Der Weg zum Meeresauge (Teil der Fünf-Seen-Tour) ist SEHR voll. Es lohnt sich, Zeit und Kraft zu sparen, indem man vom Parkplatz mit dem Pferdewagen zum Meeresauge fährt, dann zum schwarzen See wandert (anstrengend!) und anschließend zur höchsten Berghütte Polens und damit eine Kammüberschreitung macht. Eins sei verraten: Wir haben ab dem Parkplatz ALLES zu Fuß gemacht und haben laut Wanderapp 25 km und 1.400 HM zurückgelegt und jeder Meter war es wert. Eine absolut unvergessliche Tour mit gigantischen Aussichten und perfektem Wetter.
Das polnische Dreiländereck
Ein weiteres Wanderhighlight sind die Waldkarpaten. Nicht nur die Kammwanderungen sind sehr schön, nein, ich empfehle ganz konkret die Wanderung zum Dreiländereck Polen-Ukraine-Slowakei und damit in den östlichsten Zipfel Europas. Absolut unvergesslich. Wieder haben wir uns ein Mammutprogramm vorgenommen: 25 km und 1.400 HM und wieder sind wir absolut begeistert. Wir starten auf dem Parkplatz Przelecz Wyznianka und gehen zunächst auf den Wielka Rawka. Von dort aus geht es zum Kremenenz an die Grenze zwischen Polen, Ukraine und der Slowakei. Von dort wandern wir nach Ustrzyki Gorne, wo wir uns eine Kaffeepause gönnen. Zurück wandern wir über die Poloninan Carynska, ein Hammer bei diesem Wetter. Wir lassen den Tag im Restaurant Wolfshöhle – auf polnisch Wilcza Jama – bei Dwernik ausklingen. Mein Tipp: Unbedingt bis zum Betriebsschluss um 20 Uhr bleiben, dann tritt der redselige Restaurantbesitzer auf den Plan und gibt seine Räuberpistolen zum Besten!
Eine Oblate ist eine Person!
Ganz zum Schluss hat es uns in die Heiligkreuzberge gezogen. Sicherlich keine wandertechnisches Highlight, aber trotzdem noch interessant. Lohnenswert ist der Besuch des Oblaten-Ordens, das sind Männer, die einen vor den Gefahren bewahren können, Angestellter zu werden:-) Dafür nimmt die katholische Kirche hier aber sogar einen Obulus für den Toilettengang. Alles für den heiligen Zweck bzw. der Zweck heiligt die Mittel? Das müsst ihr bei einem Besuch am besten selbst beurteilen.
The High Tatra is a completely different thing. Although Zakopane is already packed in June by locals the hiking trails are marvelous, be it the path to the Kaspersky Wierch or the Five-Lakes-tour. But be careful: the trail to the “Meeresauge” is really crowded (it is part of the Five-Lakes-Tour). It is recommendable to take the carriage from the parking lot to the lake and then climb up to the “Black Lake” from there (it is still very challenging). From there you can hike up to the highest mountain shelter of Poland and thus traverse a ridge. Let me tell you this much: We walked all the way from the parking lot to the Meeresauge, climbed up to the Black Lake, to the highest hut of the Polish Tatra and then back to the start. That makes 25 kilometres and 1.400 meters difference in altitude all together and it is definitely worth it. An absolutely unforgettable hike with marvelous look-outs and perfect weather.
Another highlight are the Carpathian Mountains right to the East of South Poland. Not only the ridge hiking is particularly nice over there, no, I definitely recommend the walk within the border triangle of Ukraine-Poland-Slovakia and thereby the easternmost corner of Europe. Absolutely thrilling. Once again we are on a heavy program: 25 kilometre and 1.400 meters difference in altitude. We start our tour on the Przelecz Wyznianka parking lot and climb the Wielka Rawka at first. From there we walk to Kremenenz mountain at the border between Ukraine-Poland and Slovakia. From there we descend to Ustrzyki Gorne, taking a coffee break.
Our way back leads across Polonina Carynska, another highlight. We let the day fade away at the restaurant “Wilcza Jama” close to Dwernik. My recommendation: Stay until the close the place – because then you will meet the talkative owner and hear all the stories about hunting bears and meeting celebrities.
At the very end we visited the Holy Cross Mountains close to Kielce. Sure they are no hiking paradise like the other places. Still, it is interesting to meet the oblates fraternity in the cloister – those guys, the claim – can save you from the brutal fate to become an official! I was a little bit confused about their business policy, they even charge money for the visit to the bathroom. I wonder what for?
