Christina/ November 16, 2014/ Kultur

Im sogenannten Ruhrpott ist alles ein bisschen anders und vor allen Dingen entspannter. Plötzlich liegt die Schweiz in der Nähe von Hattingen und Schalke spielt nicht mehr in der Veltins-Arena sondern in einem Kiosk am Emscher Radweg. Aber der Reihe nach.

Wir nutzen die „wirklich letzen schönen Tage dieses unbeschreiblichen Herbsts“ und fahren zunächst in die Elfringer Schweiz, um dort den Rundwanderweg zu genießen. Am Parkplatz „Am Roten Haus“ angekommen, merken wir ziemlich schnell, dass wir mit unserer Idee nicht alleine sind. Wahrhaftige Blechlawinen erwarten uns auf dem überfüllten Parkplatz. Meine Freundin muss wohl meinen panischen Gesichtsausdruck gesehen haben, als sie mich schnell mit den Worten beruhigt: „Keine Sorge, die wollen nur zum Ponyreiten, hier geht keiner 10 km wandern“.

So ist es dann auch. Auf dem Rundwanderweg selber ist es vergleichsweise ruhig und wir können die herrlich Natur und die noch wärmenden Strahlen der Herbstsonne ausführlich genießen. Auch für einen Kaffee und einen Einkauf beim benachbarten Bauernhof reicht es noch am Ende der Tour.

Am nächsten Tag steigen wir aufs Rad um und entdecken wieder ein Stück Industriekultur, wie sie entlang der zu Radwegen ausgebauten ehemaligen Bahntrassen reichlich vorhanden ist. Zunächst geht es zum Nordsternpark in Gelsenkirchen. Hier besichtigen wir u.a. den Herkules auf dem Nordsterngebäude und relaxen im nahegelegenen Biergarten.

Weiter geht es entlang der „Tour Nord“ von „Essen erfahren“ bis wir zum Skulpturenpark kommen, einer ehemaligen Halde. Hier geht es einmal für „Pottverhältnisse“ richtig steil rauf, die Entschädigung folgt aber auf dem Fuße. Für einen herrlichen Rundumblick, lohnt es sich zusätzlich die „Himmelstreppe“ zu besteigen. Zum Schluss kommen wir noch an zwei „Kultkiosken“ vorbei: Zunächst dem „Schalker Kiosk“ und dann dem Radfahrerkiosk kurz vor Bochum (an der Kreuzung nach „Essen Zeche Zollverein“. Eingeweihte wissen wovon ich spreche). Nach so viel Anstrengung haben wir uns schließlich einen Jumbo-Cocktail in der Bochumer Innenstadt verdient.

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