Christina/ April 22, 2010/ Kultur

Am letzten Samstag durfte man sich wieder richtig wundern. Über wen oder was? Den amerikanischen Film oder besser gesagt über die amerikanische Sicht der Welt. Worum es geht? Um einen Film mit dem schönen Titel „Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm“.

Das hätte sicherlich ein richtig schöner Film werden können. Bot er doch die Möglichkeit die damalige arabische Welt – der Film spielt zur Zeit des auslaufenden 19. Jahrhunderts – in einem realen Licht zu zeigen. Doch was macht der Ami daraus? Richtig, einen vor Klischees triefenden Film, mit fiesen arabischen Herrschern und „Frauen-zu-Anhängseln-degradierenden“-Vätern.

Hier liegt der Verdacht nahe, dass jede andere Darstellung den durchschnittlich aufgeklärten Amerikaner vom Kino ferngehalten hätte. Erinnern wir uns nur an die Darstellung des „bösen deutschen Nazis“ in den Indiana Jones Verfilmungen.

Letztendlich bleibt die Frage offen, wer nach den Disastern der amerikanischen Armee in Vietnam, Irak und Afghanistan noch an die gute Weltmacht glaubt mag.

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