Kloster und Gut Riechenberg

Christina/ September 15, 2022/ Alltagsgeschichten/ 0Kommentare

Unsere heutige Wanderung führt uns rund um das Kloster und Gut Riechenberg. Vor den Toren Goslars, ganz in der Nähe des Gewerbegebiets Baßgeige, liegt das ehemalige Bendektinerkloster. Seit 1989 sind Kloster und Gut geteilt. Der Wirtschaftshof im Osten wird weiterhin als Gut mit Wohnbereich genutzt. Die ehemaligen Klostergebäude im Westen dienen dem Evangelischen Gethsemanekloster als Klausur und als Einkehrbereich für Gäste. Der Gutsbereich ist mit den zahlreichen Tieren wie Gänse, Enten, Ziegen und Lämmern ein wahres Idyll. Allerdings ist der Bereich strenggenommen Privatgelände und nicht zur Besichtigung gedacht.

Samstag ist Badetag
Zu Beginn der Wanderung “verlaufen” wir uns ein bisschen. Deshalb schauen wir uns auf dem Gelände des Gut Riechenberg nach jemandem um, den wir nach dem weiteren Weg fragen können. Nächstes Ziel wären die Fischteiche. Wir werfen einen Blick auf das “Kloster”, das mehr wie ein schickes Wohnhaus aussieht. Dann entdecken wir das Tierparadies auf der gegenüberliegenden Seite. Eine Gans nimmt ein ausgiebiges Samstagsbad und putzt sich für das Wochenende heraus.

Ein Stückchen weiter begegnet uns ein lustiges Trio: zwei Ziegen und ein Lamm haben Freundschaft geschlossen. Die Begrüßungslaute der Tiere scheinen die Bewohner auf den Plan zu rufen. Denn plötzlich kommt eine junge Frau mit ihrem Baby auf dem Arm aus einem der Häuser. Sie fragt, ob Sie uns helfen kann. Als wir näher kommen klärt sie uns auf, dass das hier Privatgelände sei. Ist ja auch verständlich. Wir stellen unsere Frage nach dem weiteren Weg. Den Fischteich kennt sie nicht, dafür aber Astfeld.

Über Stock und Stein auf dem Königsweg
Wir verlassen das Gelände des Gut Riechenberg. Wir gehen nach rechts und dann über die Felder. Wir laufen weiter in Richtung Astfeld, lassen den Ort aber sprichtwörtlich “links liegen”. Es geht weiter über Feldwege bis nach Jerstedt. In dem kleinen Ort sehen wir, dass wir uns auf dem Königsweg von Kanstein nach Werla bewegen.

Wir würden gerne eine Pause machen und einen Kaffee trinken. Hoffnung gibt uns ein Hinweisschild am Ortseingang, das für ein Hofbistro wirbt. Wir finden das Lokal, allerdings stehen wir vor verschlossenen Türen. Das Bistro schließt samstags um 13 Uhr. Nur der hofeigene Hund begrüßt uns und will, dass wir mit ihm und seinem Ball spielen.

Zum Schluss nochmals ein blauer Traum
Unverrichteter Dinge ziehen wir weiter. Wir sind auf der Suche nach dem Hermann-Löns-Weg. Susanne zieht ihr Handy zu Rate. Nach der B6-Unterquerung biegen wir in die Straße “Im Klei” ab und landen in einem Gewerbegebiet. Nach einiger Zeit bemerken wir, dass wir im Kreis gegangen sind. Jetzt brauchen wir erst mal eine (Denk-)Pause. Nachdem wir uns wieder gesammelt haben, geht es weiter. Diesmal klappt es mit dem Hermann-Löns-Weg. Und jetzt ist auch die Baßgeige nicht mehr weit. Ein Stück wandern wir am Jerstedter Bach entlang. Die ganze Zeit haben wir wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Vor Beginn der Wanderung hatte es einen heftigen Schauer gegeben. Unterwegs haben wir den Regen nur aus der Ferne gesehen. Jetzt zum Schluss zeigt sich der Himmel nochmals von seiner besten Seite und die Sonne erleuchtet die Landschaft. Schließlich erreichen wir unseren Ausgangspunkt. Zeit für einen ausgiebigen Kaffee ist auch noch.

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