Christina/ September 6, 2020/ Alltagsgeschichten

Last exit Gebardshagen. Salzgitter, bitte sei mir nicht böse. Ich habe fast alle Stadtteile ausprobiert. Heute war Gebardshagen mein letzter Versuch, um doch noch Frieden mit den Radwegen rund um das Konglomerat aus verschiedenen Orten zu schließen. Nun denn, es bleibt irgendwie bei dem Versuch. Ich kann den Heerter See für einen Besuch empfehlen, die meisten Stadtteile allerdings nicht. Auch verlaufen die Fahrradwege oftmals direkt an oder sogar auf der Straße, was weder besonders schön für’s Auge, noch angenehm zu fahren ist. Die heutige Tour nach Gebardshagen gehört dabei noch zu den attraktiveren Strecken.

Am Heerter See
Ich starte in Braunschweig am Westpark und folge der Ausschilderung nach SZ-Thiede, die mich an Timmerlah vorbei führt. Dort fällt mir in einer Seitenstraße das Schild der “Posthülfestelle” auf. An dieser Stelle wurden früher mal Drogen verkauft, na vermutlich nicht wirklich. Hier geht es wohl eher um eine Art Drugstore, ein amerikanischer Begriff, der eine Drogerie bezeichnet.

Von Timmerlah geht es über SZ-Thiede, nach SZ-Drütte und SZ-Immendorf. Es geht fast immer über Feldwege, sodass ich diesmal nicht an der Straße fahren muss. Von Immendorf geht es auf dem Börde-Radweg nach SZ-Heerte, ich möchte mir den See anschauen. Am Parkplatz zum See angelangt muss ich mein kleines Schwarzes mehrere steile Treppen hinaufschleppen. Oben angekommen erlebe ich eine Überraschung. Es handelt sich nicht um einen klassischen Badesee, wie z.B. den Salzgittersee, sondern um ein Naturschutzgebiet.

Am See gehe ich zum Aussichtsturm. Das ist ein wirklich schönes Plätzchen, ruhig, naturnah, entspannt.

Die Wasserburg von Gebardshagen
Nur 3,7 km von SZ-Heerte entfernt erreiche ich Gebardshagen. Der Ort selbst ist uninteressant, allein die Wasserburg sticht ein wenig heraus. An der Burg selbst ist nicht viel zu sehen. Es gibt ein paar Gebäude und einen Ritterspielplatz für Kinder. Von hier hat man einen ganz netten Blick auf Gebardshagen. Das Spannendste am Ort ist noch ein Bild von James Dean an einer Kneipe: Klar, wer hier wohnt muss träumen können.

Rückweg über den Oderwald und Wolfenbüttel
Ich trete den Rückweg an. In SZ-Heerte fotografiere ich noch das geschlossene Lokal “Zum Tönnchen”. Ich muss schmunzeln. Ob der Wirt wohl zum Tönnchen wurde und nicht mehr durch die Tür passt? Wer weiß. Von SZ-Heerte fahre ich nach SZ-Barum zurück und nehme den Radweg nach WF-Linde. Rechts ab geht es bergauf in den Oderwald. Die Strecke von WF-Linde in die Innenstadt von Wolfenbüttel ist die einzige, die als Fahrradweg ausgeschildert ist. Von Wolfenbüttel geht es über Stöckheim und den Südsee zurück in meinen Kiez. Auch wenn die Strecke nach SZ-Gebardshagen ganz okay ist, wird es mich wohl so schnell nicht mehr nach Salzgitter ziehen.

Share