Christina/ Oktober 2, 2020/ Alltagsgeschichten

Ich gebe es zu, ich war schon recht aufgeregt: Hoher Besuch aus dem Harz hatte sich angemeldet. Den will und kann ich natürlich nicht enttäuschen, da muss ich etwas bieten. Und wo geht das besser als in einem der schönsten Stadtteile Braunschweigs: Riddagshausen. Aber auch mitten in der Altstadt Heinrichs des Löwen finden sich immer wieder beindruckende und geschichtsträchtige Straßen. Abgrundet wurde unser perfekter Tag durch die Einkehr bei einem waschechten Italiener, dem Red Pepper.

Riddagshausen überzeugt
Wir starten unsere Tour de Braunschweig in Riddagshausen. Beim Gang vorbei an den wunderschönen Häuser des Stadtteils wird schnell deutlich, dass mein Plan aufgeht: Die Besucher sind begeistert. Das herrliche Wetter tut ein Übriges. Wir kommen an reetgedeckten Häusern vorbei, wähnen uns fast auf Sylt. Wir schlendern an herrlichen Gärten vorbei und kommen ins Schwärmen. Ach wie schön wäre es jetzt dort einen Kaffee zu trinken.

Es geht weiter auf des Gelände des Klosters Riddagshausen. Wir gehen in den schönen Kräutergarten der Anlage und erfreuen uns an der warmen Herbstsonne auf einer Bank. Wir genießen diesen schönen Moment ausgiebig. Nur schwer können wir uns von der Sonnenbank lösen, aber wir wollen ja noch bei Schäfer’s Ruh einkehren.

Das Mittagsmahl der Schwäne
Wir wählen den Dr. Willke-Weg und kommen zuerst an den Neuen Bleeksteich und dann an den Wiedigsteich. Oh, was ist das denn? Zwei Schwäne, ein weißer und ein grauer, laben sich an einem Algenteppich. Dabei sind sie dermaßen auf diesen Leckerbissen konzentriert, dass die beiden die Welt um sich herum vergessen haben. Ein wirklich possierlicher Anblick.

Über den Weddelergraben und den Scharpenteichgraben erreichen wir Schäfer’s Ruh gegenüber dem ehemaligen Bahnhof von Schapen. Nach einer Stärkung gehen wir zum Auto zurück. Jetzt geht es in die Innenstadt von Braunschweig.

Die mittelalterliche Echternstraße
Über den Prinzenweg erreichen wir die Echternstraße. Diese schöne und mittelalterliche Straße habe ich einmal vor Jahren bei einem geführten Stadtspaziergang für mich entdeckt.

Jetzt sind wir auf den Geschmack gekommen und wollen noch mehr Mittelalter und noch mehr Fachwerkflair. Also auf ins Magniviertel. Dreh- und Angelpunkt in diesem historischen Stadtviertel ist sicherlich die St. Magni-Kirche mit ihrem schönen Vorplatz. Wir grüßen den Bläser am Dach der Magnikirche und schauen ein paar Männern beim Boulespielen zu. Es ist Abend geworden und wir merken, dass wir hungrig sind.

Also, auf in den derzeit italienischten Italiener der Stadt: dem Red Pepper. Hier gibt es unter anderem hervorragenden Fisch, wie den gegrillten Thunfisch. Ich musste feststellen: auch eine italienische Erbsensuppe als Vorspeise kann begeistern. Sapore Italiano!

Wir stoßen mit unserem leckeren Wein an und denken: So sieht ein perfekter Tag in Braunschweig aus.

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