„Von der Marienburg bis zum ‚Kokain‘: Ein kurioser Tag auf dem Land“

Christina/ August 11, 2025/ Alltagsgeschichten

Auch beim Wandern muss es ja nicht immer der ganz große Wurf sein. Am Samstag führte uns ein kleiner Ausfllug nach Rössing in der Gemeinde Nordstemmen. Immerhin haben wir auf dieser Strecke gleich drei historische Gebäude entdecken dürfen: die Marienburg, die Feste Calenberg und das Schloss Rössing. Allerdings ist Letzteres in Privatbesitz, sodass es nur im Zuge des „Tages des offenen Denkmals“ besichtigt werden kann. Wir wollten allerdings nicht bis zum 14. September warten. Unsere kleine, aber feine Rundtour starten wir im Ortskern von Rössing. Es geht zunächst zu den Rössinger Kiesteichen, wo bereits einige Einheimische die sommerlichen Temperaturen genießen und eine Abkühlung im Wasser suchen.

Blick auf die Marienburg
Gleich linker Hand entdecken wir das Motiv dieser Wanderung: den Blick auf die Marienburg bei Pattensen. Leider ist es heute doch recht diesig, sodass sich die Burg nicht wirklich gut vom Hintergrund abzeichnet. Für ein Beweisfoto reicht es aber. Wir folgen weiter dem Weg, nehmen allerdings nicht den Pfad durch das hohe Gras (Vorsicht Zecken), sonder wählen die asphaltierte Strecke. Diese führt uns direkt zu einem weiteren Teich. Ein Schild sagt uns, das sei hier Privatgelände. Aber manche Wege führen auch über Privatstraßen. Nun, in diesem Fall ist es nicht so. Als wir den Teich mit dem Steg erreichen, werden wir sogleich gefragt, wo wir denn hinwollten. Wir erklären uns irritiert und naja, zugegeben, wir hatten tatsächlich übersehen, dass hier ein „Betreten verboten“-Schild stand.

Stippvisite bei der Feste Calenberg
Wir sind wieder auf der vorgegebenen Strecke und erreichen die Leine. Wir folgen dem Fluss ein kleines Stück bis wir an eine Straße kommen. An dieser Stelle entscheiden wir uns für einen Abstecher zur Fest Calenberg. Auf dem Gelände „Am Calenberg“ empfängt uns ein netter Herr mit seinem offensichtlich sehr jungen und wilden Jagdhund. Oh, dürfen wir dieses Grundstück auch nicht betreten? Doch sagt er uns, auf das Gelände der ehemaligen Festung dürfen wir, nur halt nicht auf den privaten Teil. Geht klar, Chef! Eine Informationstafel versorgt uns mit ein paar Details zur Geschichte der Fest Calenberg. Außer ein paar Mauerresten, einem 70 Meter hohen Wall und einer verwilderten Fläche gibt es nicht viel zu sehen. Trotzdem, der Abstecher hat sich gelohnt.

Zum Abschluss noch Schloss Rössing
Von hier aus gehen wir zurück auf die eigentliche Strecke und kürzen dann aber ab. Es ist doch recht warm heute und leider haben wir zu wenig Wasser bei uns. Deshalb überqueren wir die Leine und gehen zurück nach Rössing. Hier schlendern wir noch durch den Schlosspark, der einen sehr idyllischen Eindruck macht. Wer hätte das gedacht, dass so ein kleines Dorf auch schöne Ecken zum Verweilen zu bieten hat? Vom Schloss Rössingen wandern wir zur St. Peter und Paul Kirche und sind damit an unserem Ausgangspunkt. Wie gesagt, es muss nicht immer der ganz große Wurf sein …

Ach ja, Fun fact am Rande: Auf dem Rückweg stoppen wir in Giesen. Da ist heute eine Anlage im Zuge der offenen Gartenpforte Hildesheim zu besichtigen. Und was entdecken unsere Augen linkerhand? Einen riesigen Haufen Kokain!!! Nee, Spaß beiseite ist nur Salz, aber mit etwas Fantasie …:-)

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