[:de]Corona Tagebuch: Ackern für den Feldhamster[:en]Corona diary: Plugging away for the common hamster[:]
[:de]Es steht nicht gut um die deutsche Wirtschaft, ob selbst verschuldet oder schuldlos, die derzeitige Bilanz ist düster: die Lufthansa muss vom Staat gerettet werden, die deutsche Fleischindustrie lässt den R-Faktor des Corona-Viruses wieder in die Höhe schnellen und Wirecard mit seinem Ex-CEO Markus Braun schießt sowohl moralisch als auch rechtlich den Vogel ab: die Aktie tritt innerhalb von wenigen Tagen den steilen Sinkflug vom Höchstand in 2018 bei fast 200 Euro auf unter 4 Euro (!!!) an, das Ergebnis von Marktmanipulation und Betrug. Da freut es mich doch bei meinem letzten Ritt auf dem kleinen Schwarzen zu sehen, dass es noch Menschen gibt die für den Feldhamster ackern! Hamsterfreundliches wirtschaften, sollte das nicht die Parole für die Zeit nach der Corona-Krise sein? Ich wäre dafür.
Der Junggesellenkönig von Bortfeld
Meine heutige MTB-Tour führt mich von Lehndorf nach Lamme und von dort Richtung Bortfeld, dann weiter Richtung Peine, meine erste Etappe des Tages. Aber erstmal zum Ortsteil der Gemeinde Wendeburg. Gleich am Anfang des Ortes werde ich an einem Vorgarten auf ein (trojanisches) Holzpferd aufmerksam. Nur eine Ecke weiter treffe ich auf das Haus von DEM Schutzenkönig des Ortes. Mindestens sechs Plaketten zieren den oberen Bereich der Hausfront. Bereits als Schülerkönig ist er gestartet und hat dann den Junggesellenkönig eingeheimst. Respekt!
Waldbank im Vierländereck
Kurz hinter Bortfeld beginnt ein schönes Waldstück, das Fürstenauer Holz. Dort treffe ich auf die Waldbank im Vierländereck. Hm, welche vier Länder treffen denn hier zusammen? Eine Recherche im Internet klärt mich auf. Hier geht es nicht um vier Länder sondern um das Zusammentreffen von vier Ortschaften: Fürstenau, Sophiental, Bortfeld und Wahle im „Vierländereck“. Eine schöne Idee, wie ich finde.
Nur ein Katzensprung
Von Fürstenau ist es nur noch ein Katzensprung nach Peine. Es geht zunächst nach Woltorf, wo ich auf den hohen Wasserturm an der Straße aufmerksam werde. Kurz vor dem Ortsschild „Peine“ treffe ich noch auf die Behausung von Außerirdischen – so wirken die Bunker an der Straße jedenfalls auf mich. Hier trete ich meinen Rückweg an, denn ich habe ja noch eine Verabredung in Schwülper. Ich überquere den Mittellandkanal und nehme Kurs auf Wendeburg. Ein Stück geht es malerisch am Mittellandkanal entlang, dann wieder über Stock und Stein bis ich wieder in Woltorf bin. Hinter Bortfeld nehme ich diesmal den Radweg nach Watenbüttel.
Groß- oder Klein-Schwülper?
Ich fahre von Watenbüttel Richtung Schwülper. Nochmals überquere ich den Mittellandkanal. Dann komme ich doch etwas ins Schwimmen. Bin ich hier noch richtig? Ich spreche einen Erdbeerverkäufer am Straßenrand an. „Schwülper?“ fragt er. „Wollen Sie nach Groß- oder Klein-Schwülper?“ Nun, keines von beiden ich will einfach nach Schwülper, so war es jedenfalls auf Google Maps verzeichnet. Er empfiehlt mir Richtung Rothemühle zu fahren und dort nochmals an der Tanke um Hilfe zu bitten.
Gesagt, getan. Ich spreche einen Mann an. Ich nenne ihm die Straße, die ich suche. Nee, kennt er nicht. Soll das in Groß- oder Klein-Schwülper sein? Ich verziehe genervt den Mund. Ich rufe meine Freundin an. Gott sei Dank, ich bin fast am Ziel. Sie wohnt zwar in Schwülper, aber eigentlich ist es Walle. Alles klar? Nun denn, ich finde meinen Bestimmungsort schließlich.
Idyllisches Veltenhof
Den Rückweg wähle ich über Veltenhof. Hier stoße ich auf einen interessanten Gegensatz: während auf der rechten Seite die Schafe grasen liegt auf der linken Seite das Gewerbegebiet. Ein interessanter Kontrast.
Die Radstrecke von Peine nach Bortfeld nennt sich übrigens die Wasserroute, die ich bis dahin auch noch nicht kannte.
Zum Weiterlesen:
The bachelor champion of Bortfeld
Today’s joyride on my LBB leads me from Lehndorf to Lamme and from there to Bortfeld and further on to Peine, my first stage of the day. Let’s start with Bortfeld. Right at the beginning of the district I spot a (Troja) wooden horse. Just around the corner I encounter the house of the champion shot of the village. At least six badges decorate the upper front of the house wall. The guy started out as pupil champion shot and made it to the bachelor champion shot. Respect!
Forestbench situated between four countries
Right behind Bortfeld there is a nice wooded area called the „Fürstenauer Holz“. Down there I encounter the „Waldbank im Vierländereck“. Hm, I wonder which four countries are supposed to border here? A research on the internet makes it clear: this is not about four countries but it is about the conjunction of four small towns: Fürstenau, Sophiental, Bortfeld und Wahle. A pretty good idea.
Only a short hop
From Fürstenau it is only a short hop towards Peine. I cross Woltorf at first where I become aware of a high water tower situated near the street. Shortly before Peine I see the dwellings of some aliens – at least the bins look to me that way. From there I start my way back, because I have an appointment at Schwülper later on. I traverse the midland canal heading towards Wendeburg. I bike along the canal for a while, than again I reach Woltorf. After Bortfeld I take the cycle parth towards Watenbüttel.
Groß- oder Klein-Schwülper?
From Watenbüttel I cycle towards the district of Schwülper. Once again I have to traverse the midland canal. I get a little bit confused here. Am I still on the right track? I approach a guy selling strawberries on the roadside. „Schwülper?“ he asks. „Are you looking for Groß- or Klein-Schwülper?“ None of them. I want simply Schwülper that is what Google Maps told me at least. He recommends the path to Rothemühle, there I should ask once again for directions at the gas station.
No sooner said than done. I once again approach a guy. I tell him the name of the street I am looking for. He does not know. „Is that supposed to be Groß- or Klein-Schwülper?“ I am about to freak out. What is that? I call my friend on the mobile asking for help. Well, fortunately I am almost there, just two right turns and there it is.
Idyllic Veltenhof
For the return path I choose Veltenhof. On my way I encounter an interesting contrast: while sheeps are browsing on the right side, the industrial park is just on the opposite left side.
By the way: The cycle path from Peine to Bortfeld is called the water route. I did not know that until then.
