Christina/ Januar 6, 2011/ Kultur

Al-Ain ist alles andere als das typische verschlafene Oasenstädtchen. Immerhin ist sie die zweitgrößte Stadt im Emirat Abu Dhabi und dazu noch der Geburtsort des amtierenden Herrschers Sheikh Khalifa. Unsere Ankunft in der Stadt war zunächst davon geprägt den einmal wöchentlich stattfindenden Kamelmarkt zu finden, bevor er schließt. Trotz guter Beschreibung im Reiseführer und einer kleinen Karte war zunächst nichts zu machen. Nach mehr als einer Stunde Irrfahrt war es uns dann aber noch gelungen.

Am Nachmittag wollten wir noch den Zoo der Stadt. Dieser ist angeblich der größte des Mittleren Ostens und kooperiert mit seinem Pendant in San Diego. Der Zoo genießt einen guten Ruf, wir wollen uns selbst überzeugen.

Als wir auf dem Zoogelände eintreffen ist es zunächst einmal nicht einfach einen Parkplatz zu bekommen. Das liegt zum einen daran, dass der Araber keine weiteren Fusswege zu seinem Zielort mag und zum anderen daran, dass Freitag ist – also arabisches Wochenende – und das Gelände gerne für ein Familien-Barbecue genutzt wird.

Die Anlage ist tatsächlich gut in Schuss, es gibt viel zu sehen. Ich frage mich allerdings zunehmend (das gilt auch für Zoo-Gelände in anderen Ländern), ob sich große Tiere, die viel Bewegung brauchen, wie Wildkatzen, auf einem überschaubaren Gehege wirklich wohl fühlen. Ihre Körpersprache sagt mir etwas Anderes. Diese Überlegung trübt das Besuchserlebnis ein wenig, das insgesamt als positiv beschrieben werden kann. Denn, wo kann man schon weiße Löwen im braunen Wüstensand sehen?

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