[:de]Schluchtensteig: Etappe eins[:en]Schluchtensteig: stage one[:]

Christina/ Juni 9, 2025/ Alltagsgeschichten, Kultur

[:de]Der Premiumwanderweg „Schluchtensteig“ im Naturpark Südschwarzwald lässt sich in sechs Etappe erwandern. Der Fernwanderweg erstreckt sich über knapp 120 Kilometer und bringt einiges an Höhenmetern mit sich: 3.479 Meter geht es hoch; 3.592 Meter geht es bergab. Für Naturliebhaber ist der Steig definitiv ein ganz besonderes Erlebnis. Immer wieder findet man sich in einer urwaldartigen Wald- und Schluchtenlandschaft wieder, mit moosbedeckten Steinen, wilden Flüssen und wunderschönen Wasserfällen.

Auch abseits der Strecken fühlt man sich mancherorts in eine andere Zeit versetzt. Mit 10.000 Einwohnern ist Blumberg als Zielort der ersten Etappe der größte Übernachtungsort auf dem Weg. Ganz klar: Der Schluchtensteig lädt zum Innehalten ein. Lässt man sich auf die vielfältige Flora und Fauna ein, dann erlebt man eine Woche „heile Welt“, Schwarzwaldromantik inklusive.

Zur ersten Etappe von Stühlingen nach Blumberg starten wir an einem leicht regnerischen Sonntag. Den Tag der Anreise haben wir dafür genutzt, um uns ein wenig zu akklimatisieren. Das Schloss Hohenlupfen (zwischenzeitlich in Schweizer Hand) stand auf dem Programm. Durch Zufall haben wir den Schürgarten kennen. Ein wunder- und sehr liebevoll angelegter Garten. Die Ausstellung „Lasst Blumen sprechen“ zieht zudem unsere Aufmerksamkeit auf sich. Was für ein toller Start in den Urlaub!

Zwischen Deutschland und der Schweiz
Dann Sonntag, am Wiizemer Steg, einer Brücke, die Deutschland mit der Schweiz verbindet, erwischt uns ein Schauer. Es ist aber der einzige an diesem Tag. Am Weizener Bahnhof, Heimat der Sauschwänzlebahn, geht es steil bergauf in den Wald. Nach einer guten Stunde erreichen wir das erste Highlight: die Museumsmühle im Weiler. Das Museum macht zwar erst um 14 Uhr auf, wir verschaffen uns aber trotzdem einen Eindruck von dem Gelände. Hier ist es wirklich romantisch.

Fast wie bei Tarzan
Bei Blumegg ist auch eine Haltestelle der Sauschwänzlebahn, aber wir wollen ja zu Fuß weiter. Entlang der Bahnstrecke gelangen wir zur Wutachschlucht. Vorbei am Wutachschluchtviadukt tauchen wir ins Urwaldfeeling ein. Die Schlucht hält neben einem Wasserfall zwei Panoramakanzeln bereit. Von diesen aus bekommt man einen sehr guten Eindruck von der Ursprünglichkeit des Schwarzwaldes. Man möchte fast rufen: „Greif die Liane, Jane.“ Als wir die Schlucht wieder verlassen kommen wir zu einem Parkplatz auf dem wir über Infotafeln noch einiges über die Herstellung des Schwarzwälder Schinkens lernen können.

Der letzte Anstieg hat es in sich
Dann folgt der anstrengende Teil der ersten Etappe: Von nun an geht es über die Ottilienhöhe und den Buchberg nur noch steil bergauf bis wir den Zielort Blumberg erreichen. Steigungen am Ende einer Tagesetappe sind immere etwas herausfordernd, da wir bereits einige Kilometer in den Beinen haben. Dafür werden wir allerdings auf dem Buchberg mit einer grandiosen Aussicht auf die umliegenden Ortschaften belohnt. Vorbei am Gänselieselbrunnen in Blumberg laufen wir zu unserer Herberge, dem Hotel zum Hirschen. Nach einer warmen Dusche fühlt sich die Welt dann schon wieder ganz anders an. Das leckere Essen im Hotel tut sein Übriges!


[:en]The Premium Hiking Trail “Schluchtensteig” in the Southern Black Forest Nature Park can be hiked in six stages. The long-distance trail stretches over nearly 120 kilometers and includes a fair amount of elevation: 3,479 meters of ascent and 3,592 meters of descent. For nature lovers, this trail is definitely a very special experience. Time and again, you find yourself in a jungle-like forest and gorge landscape, with moss-covered stones, wild rivers, and beautiful waterfalls.

Even away from the trail, there are places where you feel transported to another time. With 10,000 inhabitants, Blumberg—the destination of the first stage—is the largest overnight stop along the way. One thing is clear: the Schluchtensteig invites you to pause and take it all in. If you open yourself up to the diverse flora and fauna, you’ll experience a week of “perfect world” vibes, complete with Black Forest charm.

We begin the first stage from Stühlingen to Blumberg on a slightly rainy Sunday. We used the day of arrival to acclimate a bit. Hohenlupfen Castle (at one point in Swiss hands) was on the agenda. By chance, we discovered the Schürgarten—a wonderfully and lovingly designed garden. The exhibition “Let the Flowers Speak” also caught our attention. What a fantastic start to the holiday!

Between Germany and Swiss
Then on Sunday, at the Wiizemer Steg—a bridge connecting Germany and Switzerland—we get caught in a shower. Luckily, it’s the only one that day. From Weizen train station, home of the Sauschwänzlebahn (a historic railway), the trail climbs steeply into the forest. After about an hour, we reach the first highlight: the museum mill in Weiler. Although the museum doesn’t open until 2 p.m., we still get a good impression of the grounds. It’s truly romantic here.

„Almost like Tarzan“
At Blumegg, there’s also a stop on the Sauschwänzlebahn, but we continue on foot. Following the railway line, we reach the Wutach Gorge. Passing the Wutach Gorge viaduct, we dive into a primeval forest atmosphere. The gorge features not only a waterfall but also two panoramic viewpoints. From these, you get a great sense of the Black Forest’s unspoiled nature. Upon exiting the gorge, we reach a parking area where we learn more about the production of Black Forest ham from the information boards.

Tough ascent
Then comes the most strenuous part of the first stage: from here on, it’s a steep uphill climb via the Ottilienhöhe and Buchberg until we reach our destination, Blumberg. Elevation gains at the end of a day’s stage are always a bit of a challenge, especially with several kilometers already behind us. But we’re rewarded on the Buchberg with a stunning view of the surrounding villages. Passing the Gänseliesel fountain in Blumberg, we walk to our lodging, the Hotel zum Hirschen. After a hot shower, the world already feels quite different—and the delicious meal at the hotel adds the perfect finishing touch!

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