Seesener „Dorfrunde“
Mal wieder bestes Wetter am Wochenende – na, wird ja fast langsam langweilig:-) Spaß beiseite. Ich bin wieder auf meinem „Landsitz“ in Lengde. Ein sehr guter Ausgangspunkt, um sich vor dem Abendessen im Harz die Beine zu vertreten. Heute führt uns der Weg zu einem Wanderparkplatz in der Nähe des Radauwasserfalls, dem Wanderparkplatz am Taternbruch. Unser Wanderweg soll uns heute zur Eckertalsperre führen. Zurück wollen wir über das Molkenhaus und vorbei an der Winterbergklippe zum Wasserfall laufen.
Vom Wanderparkplatz aus laufen wir in Richtung Radau und passieren eine Schwefelquelle. Danach gehen wir über eine Brücke, dann wird es steil. Wir gehen einen sehr schönen, aber auch recht steilen Weg hinauf. Aufgrund der warmen Außentemperaturen kommen wir mächtig ins Schwitzen. Nach einer ganzen Weile, kräftigen Schlucken von Wasser und tiefem Durchatmen kommen wir schließlich auf eine asphaltierte Straße, die uns zur Luisenbank führt. Von dort wandern wir weiter zur Eckertalsperre und sind erstaunt. Ich war eine Weile lang nicht mehr hier und ich muss sagen, die Szenerie hat sich hier ganz schön verändert. Es sieht fast nach Ferienhäusern aus, sind es aber vermutlich nicht. Vielleicht Vereinsheime? Wir überqueren einmal die Eckertalsperre und machen auf der anderen Seite eine kleine Verschnaufpause.
Von Klippe zu Klippe
Auf dem Rückweg gehen wir an einer schönen alten Wasserschleuse vorbei, die richtig idyllisch gelegen ist. Von dort aus steigen wir ab ins Kalte Tal und laufen über den Braunschweiger Weg (eine Wiese) schließlich zum Molkenhaus. Dort hätten wir gerne noch ein Getränk zu uns genommen, aber leider hat das Gasthaus genau vor 3 Minuten seine Pforten geschlossen:-(. So treten wir den Rückweg über den Winterberg, vorbei an der Rudolfs- und der Winterbergklippe, zurück zum Parkplatz an. In Kehren geht es von den Klippen recht steil zurück. Und dann sind wir wieder an der schönen Radau – eine wirklich schöne Feierabendrunde!
Mit dem MTB auf der Seesener Dorfrunde
Samstagmorgen, bestes Wetter: klare Luft, max. 27 Grad. Was wollen wir heute machen? Ich konsultiere das Internet und werde bei Seesen fündig. Unsere Wahl fällt auf die „Seesener Dorfrunde„. Allein der Titel weckt bereits unser Interesse. Dann lese ich auch noch, dass wir unterwegs Stempel sammeln können. Als eingefleischte Stempelsammlerin bin ich natürlich sofort angefixt:-) Also satteln wir unsere Stahlpferde und brausen zum Ausgangsort der Tour in der Poststraße in Seesen.
Die Nettequelle bei Herrhausen
Über Feldwege (teils asphaltiert) geht es mitunter recht steil zur ersten Stempelstelle: der „netten Quelle“ (Nettequelle) bei Herrhausen. Ich muss gestehen, wir sind wirklich überrascht, was für ein schönes Fleckchen diese Quelle ist. Was für ein toller Auftakt für diese ca. 50 km lange Mountainbiketour. Übrigens, in der Beschreibung heißt es, dass sich die Tour auch für andere Fahrradmodelle eignet. Davon würde ich persönlich abraten, da viele Wege auf Schotter verlaufen, da sind breite Reifen und ein robustes Fahrrad sehr hilfreich:-) Wir bleiben auf schönen Wald- und Forstwegen und steuern die Pendelbachhütte bei Münchehof an. Hier sammeln wir bereits unseren zweiten Stempel ein und machen noch schnell ein Foto mit unserem Maskottchen Luigi.
Durch die Niedersächsische Toskana
An der Schutzhütte am Pendelbach entdecken wir ein Schild, dass auf die Wasserkunste der Mönche hinweist. 200 Meter weiter soll das etwas zu sehen sein. Den kleinen Abstecher nehmen wir mit, merken aber schnell, dass außer einer Infotafel nichts zu entdecken ist. Wir fahren weiter Richtung Kirchberg, unsrem nächsten Ziel. Wir durchqueren die sogenannte „Niedersächsiche Toskana“ und ja, es ist wirklich schön hier. Es fühlt sich ein wenig nach Urlaub an. Diese Ruhe, herrlich. Das Dorf Kirchberg selbst verzaubert uns dann auch ein wenig mit seinem wunderschönen Meierei-Teich und dem ehemaligen Rittergut. Eine Frau mit zwei kleinen Kindern füttert die Enten auf dem Teich und vervollkommt somit unser Bild von der perfekten Idylle. Gar nicht so einfach, sich hier wieder zu lösen.
Zum Friedenswunsch in Ildehausen
„Ein bisschen Frieden, ein bisschen Träumen“, wir erinnern uns an den Eurovisions-Hit von Nicole und ja, ein bisschen Frieden können wir momentan wohl alle gebrauchen. Also, auf nach Ildehausen, wo der nächste Stempel am Platz „Zum Friedenswunsch“ auf uns wartet. Hier machen wir allerdings nur einen kurze Stopp und düsen gleich weiter nach Engelade. Hier stoßen wir auf ein Baudenkmal, die ehemalige Rosenliebsche Fabrik mit einer interessanten Geschichte. Die ehemalige Industrieanlage ist eine historische Spinnerei und Weberei sowie ein lokales Baudenkmal. Auf dem Gelände befand sich im Mittelalter und früher die Kupferhütte „Casa Cichencove“, bevor Wilhelm Roselieb den Betrieb 1869 gründete. Und heute, ja heute ist das imposante Bauwerk eben eine Stempelstelle.
Burguine Wohlenstein und Obelisk Denkmal
Es geht weiter zum nächsten Dorf: Bilderlahe. Bilderlahe ist uns in erster Linie aufgrund des guten Restaurants „Zur Linde“ ein Begriff. Die Stempelstelle „Drei Linden“ war mir bisher tatsächlich nicht aufgefallen. Nach dem Ortskern wird es nochmals anstrengend. Wir fahren den Abstecher zur Burgruine Wohlenstein. Es geht vorbei am Obelisk-Denkmal und dann wird es richtig steil. D.h. kleinster Gang beim MTB und volle Unterstützung. Oben angekommen gönnen wir uns eine kleine Verschnauf- und Trinkpause. Von der Burg gibt es nicht mehr viel zu sehen. Nur so etwas wie ein ehemaliger Turm ragt in den Himmel.
So ein bisschen hoffen wir, dass der Aufstieg zur Burgruine die letzte Challenge war. Naja, klappt nicht ganz. Erstmal geht es aber zu Max und Moritz, d.h. zu den Gedenkstätten rund um den Dichter Wilhelm Busch. In Mechtshausen steht die Stempelstelle direkt vor dem Wilhelm-Busch-Museum. Nur gut, dass wir an dieser Stelle noch nicht ahnen, welchen Streich uns gleich der weitere Streckenverlauf spielen wird. Ich kann nur sagen, dass die Straßen von San Francisco (die ich nur aus der gleichnamigen Krimiserie kenne) nichts dagegen sind:-)
Rhüden und Bornhausen
Die Stempelstellen in Rhüden und Bornhausen sind unsere letzten Anlaufpunkte. Wir lernen, dass die Stempelstelle in Rhüden am Ambergau-Radweg liegt. Und das ist ja verrückt, das ist ein Radweg zwischen Wolfshagen und Rhüden, an dem es nochmals sechs Stempel zu sammeln gilt. Wahnsinn, das sind Aussichten. Nun, gut, aber das machen wir ein anderes Mal. Wir starten zu letzten Etappe und nehmen Kurs auf Bornhausen. Hier sacken wir den letzten Stempel ein bevor es zurück nach Seesen geht. Ich muss sagen, uns hat die Runde richtig gut gefallen. Wir waren sehr überrascht darüber, wie viel es unterwegs zu sehen gab und war für eine herrliche Landschaft rund um Seesen liegt. Prädikat: empfehlenswert!
