Apulien, Basilikata und Kalabrien, drei wunderschöne Regionen in Süditalien. Da ist zum einen Apulien, das im Osten besonders durch seine „weißen“ Städte wie Ostuni, Cisternino, Materna Franca und natürlich Alberobello geprägt ist. Kalabrien wiederum beeindruckt mit seinen Nationalparks, dem Badeort Tropea und Straßen, die manchmal plötzlich zu Ende sind. Und die Basilikata? Ja, die Basilikata hat Matera. Und Matera, das will ich hier deutlich sagen, ist eines der schönsten Städte, die ich jemals besuchen durfte. Unsere 15-tätige Reise war so abwechslungsreich, so voll von Erlebnissen, Abenteuer, wunderschönen Momenten und atemberaubenden Entdeckungen, dass es mir jetzt noch unwirklich erscheint, dass wir das ALLES in so kurzer Zeit gesehen und erlebt haben. Die Erinnerung an diese wundervolle Reise wird noch sehr lange nachwirken und ich kann jedem nur empfehlen, schnappt euch einen Mietwagen und wagt die manchmal abenteuerliche, aber immer wunderschöne Entdeckungsreise durch Italiens „Stiefelabsatz“.
Weil alle drei Regionen so wahnsinnig vielfältig sind, habe ich Einzelberichte angefertigt. Die Links dazu findet ihr unten. Hier nur ein kurzer Abriss der drei Gebiete: Unsere Reise begann in Apulien, genauer gesagt in Bari. Bari ist eine Hafenstadt, bekannt für seine Nudelspezialität „Orecchiette“. Und apropos Essen: An unserem Ankunftstag fand in Bari eine Art „Foodfestival“ statt. Unnötig zu erwähnen, dass das Angebot an den Ständen sehr verlockend aussah. Am Nachmittag haben wir einen Spaziergang durch „Bari Vecchia“ gemacht. Da waren auch Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale San Sabino und die Basilica San Nicola dabei. Und dann wurden wir auch noch Zeugen von Evviva San Nicola. Aber wirklich verrückt ist und das wurde mir erst im Nachhinein klar, dass Bari uns zwar gleich am Anfang des Urlaubs mit seiner schönen Altstadt überzeugt hat. Aber: Rückblickend war Bari wenig beeindruckend gegenüber den viele spektakulären Dörfern und Städten, die wir noch sehen sollten. In Apulien sind hier Ostuni, die Stadt in weiß; Trani, die Perle an der apulischen Adria; Alberobello, die Hauptstadt der Trulli; Cisternino, die kleine Stadt über dem Itra-Tal und Martina Franca, die Barockstadt im Itra-Tal. In letztere habe ich mich schockverliebt: Der Palazzo Ducale mit seinen Ausstellungen hat mich total fasziniert. Für mich ein „Must see“.
What else? Altmura und natürlich Gravina in Puglia sind weitere Highlights. Für absolute Brot-Fans, wie mich, geht kein Weg an Altamura vorbei. Hier gibt es die ältesten und wohl auch besten Bäckereien Italiens. Ich kann das nur bestätigen. Wir waren am letzten Tag unseres Urlaubs in Altamura. Ich habe mir dort eines der superleckeren Brote gekauft und ob ihr es glaubt oder nicht: es hat sich eine Woche lang frisch gehalten! Das ist noch italienische Wertarbeit:) Was es mit Gravina in Puglia auf sich hat? Nun, alle, die den letzten James Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ gesehen haben, werden sich an die ersten Szenen des Films erinnern, die in Italien spielten, genauer gesagt in Matera und eben Gravina in Puglia auf dem Aqädukt.
Und da sind wir schon wieder beim Thema: James Bond in Süditalien. Aber nicht nur deswegen sind wir auch in der Basilikata, insbesondere Matera, gelandet. Matera hat mich wirklich beeindruckt. Ich behaupte mal, dass ich auch schon ein wenig in der Welt herumgekommen bin. Der erste Blick auf die Altstadt von Matera jedoch hat mir wirklich den Atem geraubt. Es ist wirklich, wirklich schwer, den Blick von dem Gassengewirr, den wunderschönen Steinhäusern, den herrlichen Plätzen und der großartigen Schlucht abzuwenden. Natürlich ist Matera gut besucht und zählt sicherlich zu der Hauptattraktion der Region. Aber, was mich tatsächlich positiv überrascht hat, ist die Tatsache, dass sich die Massen so gut verteilen, dass man nirgendwo bedrängt wird. Wir haben die letzten drei Urlaubstage in der Region verbracht und ich würde mich fast dazu hinreißen lassen, dass es die drei schönsten Tage waren.
Last but noch least: Kalabrien. Kalabrien gehört zu den ärmsten Regionen Italiens. Und abgesehen von Hotspots wie Tropea oder Pizzo wird das am auffälligsten durch die maroden Straßen deutlich. Es ist teilweise schon recht abenteuerlich, sich hier mit dem Mietwagen fort zu bewegen. Für mich jedoch machen gerade sowohl der morbide Charme kleiner Dörfer und Orte als auch deren Ruhe den Reiz Kalabriens aus. In den Nationalparks „Pollino“ und „Sila“ herrschte noch chillige Vorsaison-Stimmung, in Cosenza durften wir einen Teil des Giro d’Italia miterleben und in San Severino di Locano (gehört übrigens zur Basilikata) waren wir dank einer Sicherheitstür vor jeder Gefahr durch die Ndrangheta geschützt:-)
Empfehlen kann ich auch den Besuch des Kleinods „Cacurri„. Allerdings ist die Anfahrt nicht für schwache Nerven!
Apulien
Basilikata
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