Tönning – eine Perle Schleswig-Holsteins

Christina/ Juli 16, 2025/ Alltagsgeschichten

Abschalten und Entschleunigen im Beruf mit Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit“ so lautete der Titel meines diesjährigen Bildungsurlaubs in Tönningan der Eider. Und gleich bei meinem ersten Spaziergang durch die „Perle in Schleswig-Hollstein“ setzte bei mir die Entschleunigung ein. Der Ort strahlt so eine angenehme – nicht langweilige – Ruhe aus, dass ich mich sofort wohlfühlte. Dieses Gefühl wurde im Laufe der Woche nicht nur durch das fantastische Sommerwetter verstärkt, sondern auch durch die tolle Gruppe, den Besuch von St. Peter-Ording und die guten Restaurants von Tönning. Insgesamt ein rundes und absolut gelungenes Paket.

Anreise mit der Bahn
Nach meinen bisher wirklich teilweise desaströsen Erlebnissen mit der Deutschen Bahn werde ich diesmal bei der Anreise positiv überrascht. Es läuft alles wie am Schnürchen und ich komme pünktlich um 19 Uhr in Tönning an. Allerdings habe ich auf dem Bahnhof von Husum mitbekommen, dass die Züge nach Hamburg Verspätung haben. Das habe ich gedanklich gleich mal für die Rückfahrt abgespeichert. Morgens bin ich bei bestem Sommerwetter in Braunschweig gestartet und auch in Tönning scheint die Sonne. Allerdings weht hier ein strammer Wind, sodass die „gefühlte“ Temperatur doch etwas niedriger liegt. Meine Unterkunft macht einen guten Eindruck und ich ziehe gleich mal in die „Innenstadt“ los, um mir einen Eindruck vom Ort zu verschaffen. Nach ca. 5 Gehminuten komme ich zum Historischen Hafen. Hier bin ich gleich mitten im Geschehen und an einem der schönsten Plätze von Tönning. Hier befinden sich auch die meisten Restaurants und klar, Fisch ist hier die Spezialität.

Ich folge weiter den Straßen durch den Ort und komme schließlich zum Marktplatz. Hier gönne ich mir in einem italienischen Restaurant einen Aperol Spritz zum Ankommen. Ich lasse mir dazu die Sonne ins Gesicht scheinen und genieße den Augenblick. Was für ein Start in meine Bildungsurlaubswoche!

Mit dem Rad zum Eidersperrwerk
Gleich am ersten Tag mache ich die Bekanntschaft einer sehr netten Frau aus Potsdam. Wir stellen fest, dass uns u.a. die Leidenschaft zum Wandern verbindet. Sie erzählt mir vom Eidersperrwerk und dass Sie dort mit dem Fahrrad hin möchte. Sowas ist ja genau mein Ding. Deshalb mieten wir uns nach dem „Unterricht“ einen Drahtesel an der örtlichen Tanke und auf geht`s. Durch den Ort und auf Fahrradwegen geht es auf ca. 10 Kilometer zum Sperrwerk. Es gibt da gar nicht so viel zu sehen, aber dafür einen schönen Kiosk mit Aussichtspunkt, der uns zu einer längeren Getränkepause einlädt. Leider müssen wir die Räder bis 19:30 Uhr abgegeben haben und sind deshalb etwas unter Zeitdruck. Zurück in Tönning geht`s ins Restaurant: Ofenkartoffel mit Spinat steht auf meiner Speiseliste zum Abschluss dieses ersten gelungenen Tages.

Yoga am Strand von St. Peter-Ording
Der zweite Tag beginnt genauso schön, wie der erste geendet hat: mit Sonnenschein! Heute steht das Highlight der Woche aus dem Programm: die Fahrt zum Strand nach St. Peter-Ording. Für den heutigen Tag ist sehr warmes Wetter angesagt, deshalb starten wir früh. Über die ca. einen Kilometer lange Brücke geht es vom Ort an den Strand. Zu dieser Tageszeit ist es aufgrund des Windes am Meer noch sehr angenehm. So wird die Yogastunde zum unvergesslichen Erlebnis. Nach einer kurzen Pause geht es zum nächsten Workout. Diesmal steht Chi Gong im Pinienwald auf dem Programm. Mittlerweile hat die Hitze allerdings ganz schön zugelegt. Nach der Einheit geht es durch den Wald zurück in den Ort. Eigentlich wollen wir nochmals zum Strand. Da entdecke ich allerdings einen leichten Sonnenbrand auf meinen Füßen, sodass wir uns schließlich für ein kühles Getränk in dem Pfahlbau-Restaurant „Strandbar 54° Nord“ entscheiden. Kurz vor 18 Uhr treten wir die Bahnfahrt zurück nach Tönning an. Klar, es geht nochmals zum Historischen Hafen, den Tag ausklingen lassen.

Immer wieder Neues entdecken
Auch an den folgenden Tagen entdecken wir immer wieder neu Ecken in Tönning. Sei es der mächtige Backsteinbau der St. Laurentius-Kirche, der Schlosspark des Ortes, die Schottsche Karre oder die belegten Brötchen in der Alten Fischereigenossenschaft.

Am Freitag geht die schöne Zeit leider schon zu Ende. Da das Wetter zum Ende der Woche allerdings auch wechselhafter geworden ist, lässt sich der Abschied verschmerzen. Sowohl das Programm des Bildungsurlaubs als auch der Ort Tönning selbst waren ihre Reise wert!

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